Ich wurde von meiner Fraktion und auch von der Fraktion der SP nominiert für das Amt der Vize-Präsidentin des Grossen Rates (Amtsdauer Mai 2021 bis Mai 2022), was mich freut und ehrt. Das bedeutet die Nomination zur Wahl als Präsidentin des Grossen Rates im Mai 2022 (Amtsdauer bis Mai 2023):
gemeinsame Medienmitteilung
Bericht Thurgauer Zeitung vom 25. März 2021

Die Grossratspräsidentin / der Grossratspräsident (§7 GOGR)

  • Leitet die Geschäfte des Grossen Rates
  • stellt für jede Sitzung eine Tagesordnung auf und erlässt mit Ausnahme der Eröffnungssitzung die Sitzungseinladungen.
  • führt in Sitzungen den Vorsitz
  • dem Präsidium stehen die Parlementsdienste für die Abwicklung der Geschäfte zur Verfügung.
  • darf unseren schönen Kanton nach aussen repräsentieren

Dieses Amt hatte ich zu Beginn meiner Ratszeit nicht besonders im Fokus. Seit Jahren besteht ein (informeller) Turnus der Regierungsparteien CVP, FDP, SP und SVP.

Das änderte sich nach der WEGA-Sitzung 2018 als mir beim gemeinsamen Mittagessen aller Fraktionen der ehemalige Grossratspräsident Bruno Lüscher (FDP) gegenüber sass. Ein äusserst interessanter Gesprächspartner, der unter anderem auch von diesem Amt schwärmte, wie bereichernd und unglaublich interessant das sei. Ich habe aufmerksam zugehört und war beeindruckt, vor allem auch von den interessanten Begegnungen mit zahlreichen Organisationen und Vereinen sowie den Repräsentationsanlässen bei anderen Kantonen.

Ich würde mich sehr freuen, dieses ehrenvolle Amt im Dienst des Kantonsparlaments und des ganzen Kanton Thurgaus ausüben zu dürfen.

Das bedeutet, sich im Amtsjahr politisch absolut neutral zu verhalten:

  • Das Amt als Vize-Fraktionspräsidentin der GRÜNEN werde ich an eine Stellvertretung abgeben
  • Ich werde keine politischen Vorstösse einreichen

Das wird eine Umstellung sein, da ich mich gerne aktiv einbringe. Aber es wird mir nicht schwer fallen, da sehr interessante, neue Aufgaben auf mich warten. Im Jahr als Vize-Präsidentin werde ich viel lernen und mich „einarbeiten“, sowie nach Kräften die Präsidentin Brigitte Kaufmann (FDP) unterstützen.

Ganz besonders freue ich mich dann auf mein Amtsjahr und den Austausch mit anderen Kantonen, falls dies aufgrund der Pandemie wieder möglich ist. Schön wäre es, Kontakt mit anderen Sprachregionen zu haben, denn ich spreche auch fliessend französisch und italienisch und habe einen Kollegen, der im zweisprachigen Parlament des Kantons Wallis Mitglied ist (CVP).

Obwohl ich mich riesig freue, dass ich von zwei Fraktionen nominiert wurde, bedeutet das auch ein etwas grösserer eigener Anspruch, da ich dieses ehrenvolle Amt zur Zufriedenheit von zwei Fraktionen ausüben möchte, natürlich aber auch zur Zufriedenheit aller anderen Mitglieder des Grossen Rates Thurgau.

Ich werde mir besonders grosse Mühe geben und werde gerne auf ehemalige Grossratspräsidentinnen und -präsidenten zugehen, die mir sicher wertvolle Tipps geben können. Dabei denke ich an den aktuellen Grossratspräsidenten Norbert Senn (CVP), der ein grosses Vorbild ist, da er dieses Amt beeindruckend souverän und besonnen ausübt, sowie ehemalige Präsidentinnen und Präsidenten, von denen aktuell noch einige im Grossen Rat MItglied sind:

  • Kurt Baumann (SVP, 2019)
  • Turi Schallenberg (SP, 2018)
  • Heidi Grau-Lanz (FDP,2017, leider kürzlich zurückgetreten)
  • Gallus Müller (CVP, 2016)
  • Max Arnold (SVP, 2015)
  • Sonja Wiesmann (SP, 2014)
  • Bruno Lüscher (FDP, 2013)
  • Willy Nägeli (SVP, 2007)
  • Max Vögeli (FDP, 2005)